Leerheit und die Große Mutter Prajnaparamita

Nächste Termin: von 10.01.2021 19:00 bis 31.01.2021 21:00 | Wiederholung: einmalig

Sonntags, 10., 17., 24. und 31. Januar / 19:00 bis 21:00 Uhr **Anmeldeschluss: 7. Januar**

Wir gehen auf eine Reise zur Quelle, zum Mutterschoß der Großen Mutter in ihren vielen Formen, die sowohl im Mahāyāna- als auch Vajrayāna-Buddhismus zu finden sind. Zahlreiche Frauen im wirklichen Leben, und nicht nur weibliche Gottheiten, haben seit Buddhas Zeiten bis heute im spirituellen Leben buddhistischer Gemeinschaften in aller Welt eine einflussreiche Rolle gespielt. In dieser Veranstaltungsreihe wird uns Lopön Chandra einige inspirierende Frauen und Göttinnen vorstellen und uns Erfahrungen zur Integration ihrer Weisheitslehren vermitteln. Alle sind willkommen!

Warum heißt diese Reihe “Leerheit und die Große Mutter Prajnaparamita”?

Leerheit, in Sanskrit śūnyatā geht zurück auf das Wort “śūnya” (“leer”), verbunden mit der Nachsilbe “tā” (“heit).” Beide Teile ergeben zusammen “Leerheit.” Und doch kann śūnyatā auch übersetzt werden als “Offenheit” oder “offene Dimension des Seins.” Der große buddhistische Meister Asaṅga aus Indien erklärte śūnyatā als “ästhetisches Kontinuum mit allen Möglichkeiten.” Diesen Begriff finden wir sehr häufig in der Literatur des frühen Mahāyāna-Buddhismus: in den Sūtras über die Vollendung der Weisheit aus dem 1. und 2. Jh. unserer Zeitrechnung.

Genau diese Sūtras (Texte) leiteten im indischen Buddhismus die Mahāyāna-Bewegung ein (das Große Fahrzeug), und in ihnen finden wir für śūnyatā die Bezeichnungen „Schoß der Totalität“, „Mutter aller Buddhas“, genannt Prajñā Pāramitā (Vollendung der Weisheit) und auf Tibetisch Yum Chenmo (Große Mutter). Zu Beginn war sie ein philosophisches Prinzip, später in der tantrischen Ära wurde sie zum weiblichen Buddha; sie ist das erste Beispiel dafür, dass dem weiblichen Prinzip die höchste Ebene im Buddhismus zugeschrieben wird. Von da an verbesserte sich die Situation für wirkliche Frauen und für weibliche Gottheiten. So tauchten zunehmend z.B. Texte und Praktiken auf, die weiblichen Gestalten gewidmet sind: Āryā Tārā, Sarāswatī, Vajrayōginī, verschiedenen Dākiṇīs, Yōginīs und vielen anderen, und in größerem Umfang erhielten Lehrerinnen und weibliche Praktizierende Positionen, die Respekt und Einfluss einbrachten. Und genau jene Traditionen gelangten zu Beginn des 7. Jh. nach Tibet.

Diese vierteilige Veranstaltungsreihe umfasst Dharmavorträge, geführte Meditationen, Pranayama und Mantrarezitation.

Englisch mit deutscher Übersetzung.

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Veranstaltungsort: Kamalashila Institut® für buddhistische Studien und Meditation | Kirchstr. 22a, 56729 Langenfeld/Eifel
Art: Online-Angebote
Referent: Lopön Chandra Easton
Kosten: € 120 Euro (Standard); 96 Euro (ermäßigt – Fördermitglieder Karma Kagyü Verein); 250 Euro (Sponsor – um das Institut zu unterstützen)
E-Mail:
Telefon / Fax: 02655 93 90 40
Info: https://www.kamalashila.de/online/

Angemeldet von Kamalashila Institut® für buddhistische Studien und Meditation