Zweiter Workshop der Brambosch-Schaelen-Stiftung

29. November 2020

Der zweite Workshop der Brambosch-Schaelen-Stiftung der Deutschen Buddhistischen Union fand vom 23. bis 25. Oktober 2020 per Videokonferenz statt. Die jährlichen Treffen dienen einerseits der Vernetzung der deutschen buddhistischen Nonnen und ihrer Unterstützerinnen und andererseits der Information über vergangene Aktivitäten sowie die Abstimmung geplanter neuer.

In diesem Jahr nahmen 22 buddhistische Nonnen und Laienfrauen (Upasikas) teil. Vom Lehr-Kloster Anenja Vihara waren neben der Leiterin, Ayya Phalanyani, noch fünf im Kloster lebende Lern-Nonnen zugeschaltet.

Die Stiftung plant und unterstützt Aktivitäten, die deutsche buddhistische Nonnen dauerhaft fördern. Nonnen gemäß der Satzung der Stiftung sind diejenigen, die ein Leben im Sinne des Vinaya, also der buddhistischen Ordensregeln, führen. Ein wichtiges gemeinsames Kriterium ist das Zölibat. Aktivitäten, die gemäß der Satzung förderungswürdig sind, sind der Auf- und Ausbau von Nonnenklöstern, Bildungsprogramme für Nonnen und Ordensanwärterinnen, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Publikationen zum Thema Nonnen und Frauen im Buddhismus sowie themenbezogene wissenschaftliche Grundlagenforschung und Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen.

Gleichzeitig mit dem Workshop fand auch das jährliche gemeinsame Treffen von Kuratorium und Vorstand statt. Auf der Sitzung wurde der Vorstand durch das Kuratorium entlastet und es wurde entschieden, einen Antrag auf Förderung für ein interreligiöses multimediales Projekt über Nonnen zu bewilligen. Des Weiteren sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Sozialversicherung buddhistischer Nonnen mit professioneller Hilfe recherchiert werden, da es steuerrechtlich oft problematisch ist, Spendengelder dafür zu verwenden.

Seit dem letzten Jahr gibt es eine Koordinations- und Anlaufstelle in Person von Kirsten Schulte. Sie berichtete über ihre bisherigen Recherchen zur Lebenssituation buddhistischer Nonnen und zu bereits bestehenden buddhistischen Nonnenprojekten in Deutschland. Die Ergebnisse sollen demnächst auf der Website der Stiftung präsentiert werden. Kirsten Schulte wird auch im kommenden Jahr wieder den Vorstand bei der Koordination wichtiger Stiftungsaktivitäten unterstützen. 

Während des Workshops wurden die im Vorjahr erarbeiteten möglichen Förderprojekte – ein klosterähnliches Wohnprojekt, ein traditionsübergreifendes Lehrkloster, eine Bildungseinrichtung für buddhistische Nonnen und ein Nonnennetzwerk – erneut aufgenommen und in Arbeitsgruppen weiter diskutiert. Im kommenden Jahr sollen nun die Ergebnisse der Diskussion in zwei Arbeitsgruppen, die sich regelmäßig per Videokonferenz treffen, weiter ausgearbeitet werden: 

Arbeitsgruppe 1 beschäftigt sich mit dem Thema Vernetzung und
Arbeitsgruppe 2 wird den Bildungsmöglichkeiten für buddhistische Nonnen und Ordensanwärterinnen nachgehen.

Tatkräftige Mithilfe ist erwünscht.
Kontakt: kirsten.schulte@brambosch-schaelen-stiftung.de.

Kirsten Schulte

Informationen und der ausführliche Bericht:

brambosch-schaelen-stiftung.de