Und plötzlich stand alles still

7. Juli 2020

Und plötzlich stand alles still. Kapital und Wirtschaft verlieren an Bedeutung, wenn unsere Gesundheit und unser Leben bedroht sind.

Was kann man daraus lernen?
Ich würde mir eine Gesellschaft wünschen, in der im Vordergrund steht, dass es dem Menschen gut geht. Der Menschheit insgesamt und jedem Menschen im individuellen Sinne.
Auf die Krise bezogen heißt das für mich, dass in der Wirtschaft ebenso der Mensch und nicht die Waren oder Zahlen im Vordergrund stehen. Die Wirtschaft sollte demnach wieder krankheitsfreundlicher werden. Wer krank ist soll zu Hause bleiben dürfen bis er wieder gesund ist, damit er sich angemessen erholen kann und so vor Allem niemanden ansteckt. Gleiches gilt für Eltern, deren Kinder krank sind.

Menschen sind Individuen. Ich wünsche mir gerade in Krisenzeiten mehr Respekt und mehr Freiheit für individuelle Bedürfnisse und individuelles Handeln. Verordnungen können in gewissen Situationen keinen Sinn machen. Fachkräfte bzw. Verantwortliche Personen sollten in solchen Situationen Ausnahmen von Verordnungen erkennen, begründet geänderte Maßnahmen umsetzen, und dies an höhere Stellen rückmelden. Diese Rückmeldungen müssen folglich von politischer Seite auch Gehör finden, damit Änderungen dementsprechend umgesetzt werden können.

Ich denke hierbei an Corona Verordnungen, die beispielsweise in Kita’s nur umgesetzt werden konnten, wenn kindliche Bedürfnisse der Verordnung untergeordnet wurden. Das darf nicht sein. Was nützt einem Schutz wenn dieser neuen Schaden verursacht?
Ebenso gab es ältere Menschen aus der Risikogruppe, die ihre Familien nicht sehen durften oder konnten, obwohl sie das Risiko für sich selbst gerne tragen wollten.
Das wichtigste ist, dass es der Menschheit und dem Menschen im Einzelnen gut geht und nur unter diesem Aspekt auch gesund sein kann. Individuelle Bedürfnisse müssen daher gehört und berücksichtigt werden. Jedem muss ein gewisses Maß an Eigenverantwortung zugestanden werden. Wenn eine Oma für sich verantworten möchte, ihr Enkelkind auch in Corona Zeiten zu betreuen, so soll sie das tun dürfen. Sie gefährdet in diesem Fall maximal sich selbst.

Der fehlende Auto- und Flugverkehr hat die Welt deutlich ruhiger, die Luft und den Himmel klarer gemacht. Es wäre wünschenswert Wege zu finden wie man das auf Dauer aufrechterhalten kann. Denn unsere Gesundheit hängt von der Gesundheit unseres Planeten ab und ist darum in gleichem Maße schützenswert.

Danke für die Fragestellung und die Möglichkeit seine Gedanken äußern zu dürfen.

Viele Grüße
Cynthia Merson, 7. Juli 2020