Stellungnahmen

Stellungnahme der Deutschen Buddhistischen Union zur Corona-Impfung

17. Mai 2021

Die Deutsche Buddhistische Union schließt sich der folgenden Erklärung des Runden Tisches der Religionen an.

Erklärung des Runden Tisches der Religionen in Deutschland – Impfen ist Lebensrettung

In Betroffenheit und Sorge

  • angesichts von mehr als 83.000 Corona-Toten in Deutschland, von 3 Millionen weltweit
  • angesichts der schweren Verläufe von Covid-Erkrankungen auch bei jüngeren Menschen und der oft gravierenden Nachwirkungen der Infektion
  • angesichts der Belastung der ärztlichen und der Pflegekräfte auf den Intensivstationen, die zunehmend an ihre Grenzen geraten
  • angesichts der wissenschaftlich nachgewiesenen Tatsache, dass nur konsequentes Impfen – zusammen mit den Hygiene- und Distanzmaßnahmen – der Pandemie ein Ende setzen kann 

ruft der Runde Tisch der Religionen in Deutschland auf, die Chancen der Impfung wahrzunehmen und die Bemühungen zu unterstützen, sie so schnell wie möglich allen Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – Dieses Gebot zieht sich wie ein roter Faden durch die Grundüberzeugungen in den verschiedenen Religionen. So wie wir selbst um unsere Gesundheit besorgt sein sollen, so sollen wir uns für den Schutz und die Bewahrung des Lebens der Anderen – bei uns und weltweit – einsetzen.

Website: Runder Tisch der Religionen – Stellungnahmen

Vorstand und Rat der Deutschen Buddhistischen Union im 17. Mai 2021

Stellungnahme der Deutschen Buddhistischen Union zu den politischen Entwicklungen in Myanmar

4. März 2021

Mit großer Sorge verfolgen wir die Ereignisse in Myanmar. 

Das weitgehend buddhistisch geprägte Land stand seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1948 jahrzehntelang unter einer Militärregierung. Erst seit etwa zehn Jahren hat ein ernsthafter Demokratisierungsprozess begonnen; die zweiten weitgehend freien, weitgehend demokratischen Wahlen fanden im November 2020 statt und brachten einen überwältigenden Wahlsieg der Partei der bekannten Führungsfigur Aung San Suu Kyi. 

Am 1. Februar 2021, dem Tag an dem das neu gewählte Parlament zum ersten Mal zusammentreten sollte, stellte das Militär Aung San Suu Kyi und andere Vertreterinnen und Vertreter der gewählten Regierung unter Arrest und übernahm die Macht. Die Begründung, dass es bei den Wahlen zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei, wurde bisher nicht belegt und wird von der großen Mehrheit der Bevölkerung ebenso wenig akzeptiert wie spätere Anklagen gegen die gewählten Volksvertreterinnen und -vertreter. 

Seitdem finden jeden Tag friedliche Proteste statt, an denen sich ein breites Spektrum der Bevölkerung beteiligt; auch Vertreter:innen ethnischer und religiöser Minderheiten und buddhistische Ordinierte unterstützen die Demonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams. Auch nehmen auffällig viele junge Menschen teil, die hier für ihre Freiheit und Zukunft kämpfen. Diese „Generation Z“ führt ihren Einsatz mit ganz neuen und kreativen Methoden. Sie alle fordern die Freilassung der Inhaftierten und die Wiedereinsetzung der gewählten Regierung, damit der Demokratisierungsprozess weiter fortschreiten kann. 

Die Militärregierung reagiert mit zunehmender Gewalt auf die friedlichen Proteste. Menschen werden willkürlich verhaftet und ohne rechtliche Grundlage festgehalten, nachts in ihren Wohnungen bedroht und die Polizei schießt vermehrt mit scharfer Munition. Inzwischen gibt es Hunderte Verletzte und mehrere dutzend Tote. Trotzdem setzen sich die Menschen in Myanmar weiter mutig und großem Einsatz für die Wiederherstellung der demokratischen Ordnung ein. Vor allem der jungen Generation scheint es undenkbar, nach wenigen Jahren der Öffnung wieder unter einer Militärdiktatur leben zu müssen. 

Als Deutsche Buddhistischen Union befürworten wir alle friedlichen politischen Maßnahmen der Weltgemeinschaft, die dazu dienen können, die rechtmäßige Regierung Myanmars wieder einzusetzen und die Sicherheit und Rechte der Bevölkerung zu gewährleisten, damit der Demokratisierungsprozess im Land wieder voranschreiten kann und eine Aufarbeitung der Vergangenheit möglich wird. Wir fordern insbesondere die deutsche Regierung auf, in ihren Bemühungen nicht nachzulassen und sich auch in den internationalen Institutionen weiter für ein freies Myanmar stark zu machen.

Die Menschen in Myanmar sehnen sich nach Demokratie. Diesem tiefen und legitimen Wunsch schließen wir uns an und geben unserer Hoffnung Ausdruck, dass alle Menschen in Myanmar, gleich welcher Religion oder ethnischen Gemeinschaft sie angehören, eine Zukunft des friedlichen und demokratischen Zusammenlebens haben mögen, frei von Militärherrschaft, Gewalt und Diskriminierung. 

4. März 2021, 

Vorstand und Rat der Deutschen Buddhistischen Union

Erklärung der Deutschen Buddhistischen Union zur antisemitischen Attacke in Hamburg am 4. Oktober 2020

14. Oktober 2020

Entsetzt und empört haben wir am 4. Oktober die Nachricht vom antisemitischen Angriff auf ein Gemeindemitglied vor der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Hamburg aufgenommen. Wir verurteilen diese Tat auf das Schärfste und möchten unseren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern versichern, dass wir mit Mitgefühl und Solidarität an ihrer Seite stehen. Wir denken an das Opfer des Angriffs und an all jene, die sich durch diese – und ähnliche – Taten verunsichert und bedroht fühlen.

Selbst wenn der Täter in einem psychischen Ausnahmezustand gehandelt haben sollte, mindert dies den antisemitischen Charakter seiner Tat nicht. Der Antisemitismus ist eine verabscheuungswürdige rassistische Ideologie, die unsere Demokratie und das respektvolle Miteinander bedroht und damit den Kern unserer Gesellschaft. Dieser Bedrohung müssen sich die Religionsgemeinschaften und andere Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft in Einigkeit entgegenstellen. Und zwar nicht nur in Worten, sondern auch in Taten. Wir als Deutsche Buddhistische Union werden darum Maßnahmen und Projekte unterstützen, die diesem Ziel dienen.

Der Rat der Deutschen Buddhistischen Union

Aufruf zur Diskussion: Neustart in die Zukunft

12. Juni 2020

Mit der folgenden Stellungnahme vom 12. Juni 2020 hat der Rat der DBU alle Mitglieder und Mitgliedsgemeinschaften aufgerufen, sich an einem Austausch über „eine klare und überzeugende Vision einer liebens- und lebenswerten Welt“ zu beteiligen.
Die Beiträge werden auf der Seite Neustart in-Zukunft eingestellt.


Liebe Geschwister im Dharma, 

die Corona-Pandemie wird das Zusammenleben der Menschen nachhaltig verändern. Dank ihrer meditativen und spirituellen Praxis können Buddhistinnen und Buddhisten mit dieser Entwicklung besonders einfühlsam umgehen. Der Rat der DBU möchte Euch bitten, Eure Erfahrungen und Überlegungen unter dem Leitgedanken „Wohin uns die Corona-Krise führen kann“ zu beschreiben und uns zuzusenden. Als eine Art Orientierung haben wir das folgende Statement verfasst: 

Seit Jahresbeginn erleben wir eine Zeit, in der vieles zum Stillstand gekommen ist oder sich auf zum Teil unerprobte Weise geregelt hat. Wir sind nicht mehr verreist; wir sind entweder alleine oder zu vielen in eine Wohnung gesperrt und vom Freundeskreis getrennt gewesen; wir haben keine Veranstaltungen mehr besuchen können; und das Arbeitsleben hat plötzlich zuhause stattgefunden oder gleich ganz geruht. Gleichzeitig haben viele Menschen an vielen Stellen dafür gesorgt, dass die materielle Versorgung nicht zusammenbricht. Und viele haben Angst gehabt, dass sie selbst oder Nahestehende am Virus erkranken, während sie – häufig unter hohem Infektionsrisiko – andere Menschen betreut oder gepflegt haben. 

Seit Anfang Mai haben die Lockerungen begonnen, die sich wie ein Neustart in einem fragilen Umfeld anfühlen. Wohin werden die Versuche führen, sich allmählich wieder direkter zu begegnen und dabei die während des zweimonatigen Lockdowns gemachten Erfahrungen und Überlegungen in den Alltag zu integrieren? 

Denn die Corona-Krise wirkt immer noch wie eine Art Blitzlicht im Dickicht unserer Gewohnheiten. Der Schock, dass unsere Welt sich innerhalb kürzester Zeit so sehr verändern konnte, macht uns weiterhin zu schaffen. Bis vor wenigen Wochen erschien uns die Zukunft noch einigermaßen planbar und im Großen und Ganzen verheißungsvoll. Die Covid-19-Pandemie führt uns allen vor Augen, dass diese Annahme schon immer eine Illusion war. Es ist eine der Kernaussagen der buddhistischen Lehre, dass nichts in dieser Welt beständig ist. Der gegenwärtig von uns allen erlebte Wandel ist nur eine von vielen Arten der permanenten Veränderung. 

Viele Menschen erleben die Folgen der Corona-Krise als Leid und bemühen sich um dessen Überwindung. Für die materiellen Probleme haben viele Institutionen und Organisationen Angebote zur Verfügung gestellt, die durch die überall sichtbare Bereitschaft begleitet wird, sich gegenseitig zu unterstützen. Nicht nur in Deutschland ist dieses Verhalten ein wichtiges Fundament für eine erfolgreiche Bewältigung aller entstandenen Schwierigkeiten. 

Buddhistische Praxis kann in dieser Zeit für viele Menschen eine Hilfe sein, mit ihren Ängsten und anderen negativen Gefühlen besser zurechtzukommen – z.B. durch Metta-Meditation oder Achtsamkeitsübungen. Oder mithilfe unzähliger anderer Praxis-Übungen, die im Laufe der Jahrtausende entwickelt und ständig verfeinert worden sind. Seit Beginn dieser Krise ist eine Vielzahl von Online-Angeboten entstanden, die Meditations-Praxis, spirituellen Austausch und Gemeinschafts-Erfahrungen bieten. Natürlich ersetzen solche Treffen nicht die wirkliche Begegnung mit anderen Menschen – sind aber besser, als unter Zweifel, Furcht und Vereinsamung zu leiden. 

Ging es in den Medien anfangs vorrangig darum, welche Methoden zur Bekämpfung der Pandemie am erfolgversprechendsten sind, verlagert sich der öffentliche Diskurs nunmehr auf die Frage, wie sich der begonnene Ausstieg aus den Notmaßnahmen weiter entwickeln soll. Angesichts der jetzt erlebten Fragilität der bis dahin als „normal“ erlebten Lebensweise rückt auch die Frage in den Fokus, zu welcher Art der „Normalität“ wir eigentlich zurückkehren wollen.

Die Frage, welche Art von Leben nachhaltig sinnvoll und zukunftsfähig ist, ist für uns Buddhistinnen und Buddhisten ständig relevant, weil wir ein Teil der Zivilgesellschaft sind und die Lehre des Buddha uns konkrete Hinweise gibt, welche Entwicklungen heilsam und welche unheilsam sind. Wenn wir uns an die Welt vor dem Beginn der Pandemie erinnern, denken wir vor allem an eine Welt der scheinbar unlösbaren Krisen: die Klimakrise mit den dazu gehörigen Naturkatastrophen, rasantes Artensterben, Plastikmüll-Verseuchung in den Ozeanen und auch in unserer Nahrung, religiös-nationalistische Konflikte als Auslöser großer Migrationswellen, Rechtspopulismus und Rassismus, zunehmende Spannungen und Wirtschaftskriege zwischen großen Nationen, starke Zunahme sozialer Ungerechtigkeit und Armut. Diese Liste lässt sich noch um einiges erweitern. 

Wir haben uns zu fragen, wie die Welt nach dem Neustart aussehen soll – zum Beispiel im ökonomischen Bereich. Geht es darum, die Wirtschaft möglichst schnell in ihrer bisherigen Form wieder hochzufahren oder besser gleich Alternativen zum Drang nach einem ständigen Wachstum auf einem begrenzten Planeten zu suchen und zu fördern? Ist es nicht sinnvoller, aus dem Neustart auch einen Neubeginn zu machen, indem wir uns z.B. dafür einsetzen, dass bevorzugt Projekte, Unternehmen und Branchen gefördert werden, die nachhaltiger, ökologischer oder sozialer ausgerichtet sind? 

Wir Buddhistinnen und Buddhisten möchten unseren Beitrag leisten, in allen Lebensbereichen eine klare und überzeugende Vision einer liebens- und lebenswerten Welt zu entwerfen und umzusetzen. Wir sind der Meinung, dass jede Krise viele Türen für heilsame Entwicklungen öffnet. Wir (die DBU und ihre Mitglieder) wollen uns daran beteiligen, diese Türen zu öffnen und die auf diese Weise gefundenen Möglichkeiten zu benennen. Über diese Aufgabe möchten wir uns gerne mit allen Interessierten austauschen. Beiträge zu diesem Thema sind erwünscht und werden von uns online gestellt. 

Wir sind gespannt auf eure Rückmeldungen! 

Der Rat der DBU

Stellungnahme des DBU-Vorstandes zu den Morden in Hanau

24. Februar 2020

Erschüttert hat der Vorstand der Deutschen Buddhistischen Union von dem Anschlag auf unsere Nachbarinnen und Nachbarn in Hanau am 19. Februar 2020 erfahren. Zehn Menschen wurden ermordet, weitere verletzt, der Täter beging Suizid.

Gemeinsam mit vielen anderen möchten wir gegenüber den Hinterbliebenen unsere Trauer und unser tiefes Beileid für ihren unermesslichen Verlust zum Ausdruck bringen. Worte können nicht beschreiben, was ihnen zugefügt wurde.

Nach jetzigem Kenntnisstand war der Täter psychisch krank und handelte aus rechtsradikalen Motiven. Derzeit ist von einem Einzeltäter die Rede. Doch ganz gleich, ob er im Alleingang handelte oder Unterstützer hatte – es gibt ein gesellschaftliches Klima, in dem er agierte.

Wir wenden uns gegen subtile und offene Hassreden gegen Muslime und gegen eine Verharmlosung antimuslimischer Ressentiments. Wir rufen alle Menschen dazu auf, hier in Deutschland mit seiner kostbaren religiösen und kulturellen Vielfalt alles daran zu setzen, dass wir friedlich und respektvoll zusammenleben können und immer wieder zu einer Einheit in der Vielfalt finden.

Als Buddhistinnen und Buddhisten wissen wir, wie sehr Menschen, deren Vorfahren aus Westeuropa stammen, von der kulturellen Begegnung mit Menschen und Weltanschauungen aus anderen Regionen der Erde lernen können.

Den Austausch mit unseren muslimischen Nachbarn werden wir im interreligiösen Dialog, aber auch im ganz persönlichen nachbarschaftlichen Kontakt nun umso intensiver pflegen.

Der Vorstand der DBU
Martin Hage, Nils Clausen, Claus Herboth, Felix Baritsch

Stellungnahme der DBU zu Rassismus und Rechtsradikalismus

1. Dezember 2019

In unserer Gesellschaft erleben wir derzeit eine Zunahme von rassistischen und rechtsradikalen Äußerungen und Taten. Im Netz werden nicht nur antisemitische oder sonstige rassistische Beleidigungen verbreitet, sondern es wird auch hemmungslos zu entsprechenden Gewalttaten aufgerufen. Es werden Verschwörungstheorien in Umlauf gebracht, die wahlweise Juden, Muslimen, Geflüchteten oder anderen Minderheiten unterstellen, unsere Gesellschaft zu unterwandern. Und es gibt eine zunehmende Anzahl von Gewalttaten, die auf diesem ideologischen Nährboden gedeihen. Beispiele hierfür sind die NSU-Morde, das Attentat an Walter Lübcke und der versuchte Anschlag auf die Synagoge in Halle.
 
Der Rat der Deutschen Buddhistischen Union ist der Überzeugung, dass Rassismus und Rechtsradikalismus in keiner Weise in Einklang zu bringen sind mit den ethischen Werten, die die Grundlage des buddhistischen Weges bilden. Das gilt für rassistische Hasssprache, herabmindernde und pauschale Unterstellungen genauso wie für Aufrufe zu und Ausführung von Gewalttaten.

Alle buddhistischen Überlieferungen betonen den unverzichtbaren Wert der Friedfertigkeit und der Gewaltfreiheit sowohl um der Gemeinschaft willen als auch zum Wohl des einzelnen Menschen:

„Noch nie in dieser Welt
Hat Hass gestillt den Hass.
Nur liebende Güte stillt den Hass.
Dies ist ein ewiges Gesetz.“

(Theravada-Buddhismus, Wort des Buddha, überliefert im Dhammapada)

„Im Bewusstsein des Leides, das durch Fanatismus und Intoleranz entsteht, sind wir entschlossen, Lehrmeinungen, Theorien oder Ideologien, einschließlich der buddhistischen, nicht zu verherrlichen und uns nicht an sie zu binden Wir sind entschlossen, buddhistische Lehren als Orientierungshilfen zu sehen, um Verstehen und Mitgefühl zu entwickeln. Sie sind keine Dogmen, für die gekämpft, getötet oder gestorben werden sollte.“

(Vietnamesischer Zen-Buddhismus, Thich Nhat Hanh)

„Ein echter, dauerhafter Weltfrieden wird nur möglich sein, wenn jeder von uns sich von innen heraus darum bemüht. Deshalb ist es entscheidend, dass wir anderen gegenüber einfühlsam bleiben und – aus den Bewusstsein heraus, dass ihr Glück dem unseren gleichgestellt ist – nichts tun, was ihnen Leid zufügen könnte.“

(Tibetischer Buddhismus, Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama)

 Wir veröffentlichen diese Stellungnahme nicht, um eine politische Debatte zu führen, sondern aus Sorge um die Zukunft unserer Gesellschaft. Diese ist in Gefahr, wenn elementare Grundlagen unseres Zusammenlebens in Frage gestellt werden – wie Toleranz, Mitgefühl, Gemeinsinn und Gewaltfreiheit. Wenn einzelne Gruppen in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und angegriffen werden, trifft das nicht nur die Opfer, sondern uns alle.

Der Rat der DBU wird daher allen Tendenzen entgegentreten, die unsere buddhistischen Werte missachten oder beschädigen.

Der Rat der DBU im Dezember 2019

Stellungnahme des Vorstands der DBU zum Anschlag auf die Synagoge in Halle

16. Oktober 2019

Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland hat aus Anlass des Mordanschlags von Halle eine Erklärung veröffentlicht. Dies geschah auch im Namen unseres DBU-Vertreters Dr. Martin Ramstedt. Da sich die DBU inhaltlich vollständig mit dieser Erklärung identifizieren kann, wollen wir uns dieser hiermit anschließen.

Der Rat der DBU im Oktober 2019

Erklärung des Runden Tisches der Religionen in Deutschland zum Anschlag in Halle

Als Mitglieder des Runden Tisches der Religionen in Deutschland sind wir zutiefst getroffen und erschüttert über den schrecklichen antisemitischen Anschlag in Halle. Dass nach dem Holocaust und dem Aufbau unserer den Menschenrechten verpflichteten Demokratie in Deutschland wieder die Saat rechtsradikaler Ideologie aufgehen kann, trifft uns ins Herz.

In unseren Erklärungen zu Religionsfreiheit und Toleranz, zur Überwindung von Hass und Gewalt gerade auch in und mit den Religionen haben wir uns verpflichtet, jedem Extremismus und jeder rassistischen Hetze in Zusammenarbeit mit allen zivilgesellschaftlichen Kräften entgegen zu wirken.

Wir stehen an der Seite unserer jüdischen Schwestern und Brüder. Wir trauern um die Opfer und ihre Angehörigen und schließen sie in unsere Gedanken und Gebete ein. Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, in Politik, Bildung, Begegnung und Zusammenarbeit die Werte der Solidarität, der wechselseitigen Anerkennung und Achtung, der Partnerschaft und Freundschaft mit Leben zu füllen, frei von jedem Hass und jeder menschenverachtenden Ideologie! Wir wollen aus der Kraft unseres Glaubens und unserer Überzeugung mit bauen an der gemeinsamen Zukunft in unserem Land.