AG Umwelt

Aus buddhistischer Sicht sind Individuen und Gesellschaft eine lebendige Einheit und Teilnehmende einer grundsätzlichen Verbundenheit, die sich in jedem Moment manifestiert. Menschen als bewusste Wesen verwirklichen diesen Beziehungsreichtum, indem sie die Erde als ihre einzige Heimat erleben und daraus eine universelle Verantwortung ableiten, deren Wirksamkeit sich durch die Verminderung des eigenen Beitrags an der Schädigung der Mitwelt verbessern lässt.

Dieses weltzugewandte Zusammenspiel von Geist und Natur bzw. von Achtsamkeit und Handeln konkretisiert sich in einer buddhistisch inspirierten Ökologie, die sich als Dreiklang „Dharma – Mitwelt – Engagement“ versteht. Indem Menschen zum Wohle aller Wesen wirken, verbinden sie ihre Begabung für ein waches und integeres Leben mit dem Streben nach einem sozialen und ökologischen Wandel und versehen es mit einer ethischen Grundlage.

Ein derartiges Vorgehen kann die gegenwärtige auf Wachstum fixierte Ökonomie überwinden zugunsten einer Kultur, die sich am Gemeinwohl ausrichtet und dem „Mittleren Weg“ entspricht, den der Buddha mit samtusta („zufrieden, befriedigt, versöhnt sein“) veranschaulicht hat: Die Welt hat genug, um Freude daran zu finden, in ihr zu wirken.
Für die individuelle Ausfüllung dieser von Suffizienz („Es ist genug“) geprägten Lebensgestaltung sind inhaltliche Vorschläge (Zukunftsbilder, Seinslehren wie das Dharma, Narrative, Erfahrungswissen usw.) ebenso hilfreich wie Vorgehensweisen, die sich vor Ort umsetzen lassen.

    Zum Beispiel:
  • eine Orientierung am menschlichen Maß und an einem angemessenen ökologischen Fußabdruck
  • eine Kultur des Mitgefühls und der Regeneration (Achtsamkeit, Meditation, Kontemplation, wertschätzende Kommunikation)
  • ein soziales Wirtschaften und eine regionale Versorgung
  • eine gemeinsame und behutsame Nutzung von Vorräten und Besitz
  • eine ausgewogene Mobilität und eine nachhaltige Energiewirtschaft
  • ein konsequenter Arten- und Naturschutz
  • usw.
    Die DBU-AG Umwelt möchte zum individuellen und gemeinsamen Engagement ermutigen sowie bestehende Initiativen vernetzen. Die Mitglieder der AG treffen sich regelmäßig, auch in Telefon- und Video-Konferenzen. Die gegenwärtigen Arbeitsschwerpunkte sind:
  1. Aktuell: Erarbeitung eines Selbstverständnisses der AG als Grundlage eines buddhistisch inspirierten Engagements (Leitgedanke: Originäre Beiträge des Dharma zur Unterstützung von Aktivitäten in den Bereichen Ökologie, Nachhaltigkeit und Transformation)
  2. Aktuell: Über die gegenwärtige Corona-Pandemie hinaus die perspektivisch wesentlich brisanteren Themen „Klima-Krise“ und „Artensterben“ im Blick behalten und bearbeiten
  3. Unterstützung und Vernetzung von Umweltaktivitäten von DBU-Mitgliedern und -Mitgliedsgemeinschaften
  4. Bereitschaft, für Vortrags- und Workshop-Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen
  5. Beratungsangebot zu Umweltthemen (vor allem zu Fragen der Motivation und Resilienz)
  6. Info-Kontakt zu anderen im Umweltbereich tätigen Gruppen (z.B. One Earth Sangha)

Ansprechpartner:

Manfred Folkers
Ratsmitglied, Leitung AG Umwelt
E-Mail: