DBU-Mitgliederversammlung 2026: Verbundenheit und Zukunftspläne

18. August 2026 | _Alle | Allgemein | DBU

Vom 26. bis 28. Juni 2026 kamen die Delegierten der Mitgliedsgemeinschaften der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) erneut in der CAIA Academy im Ökodorf und Lebensgarten Steyerberg zur jährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Neben der Fortsetzung der organisatorischen und finanziellen Konsolidierung standen die Weiterentwicklung der Verbandsarbeit und die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts im Mittelpunkt. 

Delegierte der Mitgliedsgemeisnchaften der DBU in er CAIA Akademie, Lebensgarten Steyerberg

Die DBU im Überblick 

Nach der erfolgreichen Stabilisierung der finanziellen Situation im Vorjahr konnte der Vorstand für 2025 eine weitgehend konsolidierte Haushaltslage präsentieren. Durch konsequentes Kostenmanagement, Spenden und erhöhte Mitgliedsbeiträge wurde ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis erreicht. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit innerhalb des Rates, mit den Mitarbeitenden sowie den Mitgliedsgemeinschaften weiter intensiviert – passend zum Jahresmotto des Jahres 2025 „Verbundenheit“. 

Der Vorstand informierte die Mitgliederversammlung über den Stand der juristischen Vorbereitungen zum Erwerb des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR). Die DBU muss nun die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen für sich und ihre Mitgliedsgemeinschaften sorgfältig prüfen und weiterentwickeln. 

Mehrere Arbeitsgemeinschaften haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Unter anderem die AGs Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Struktur und Ethik. Die AG Öffentlichkeitsarbeit arbeitet daran, die DBU in der Öffentlichkeit und für die jüngere Generation zukünftig sichtbarer zu machen. Rat und Vorstand haben zusammen mit der Ethik-AG die „DBU-Kommission für Hinweise auf Grenzverletzungen und missbräuchliches Verhalten im buddhistischen Kontext“ entwickelt. Mehr dazu auf S. XX. 

Der Vorstand hat an zahlreichen Treffen der Europäischen Buddhistischen Union (EBU) teilgenommen und ist an der Planung der nächsten Jahresvollversammlung der EBU beteiligt. Diese wird in Frankfurt stattfinden. Darüber hinaus hat der Vorstand auch das gesellschaftliche und interreligiöse Engagement weiter ausgebaut.  

Die Geschäftsstelle, die Zeitschrift Buddhismus aktuell, das Studienprogramm bhavana, die Delegierten der Einzelmitglieder und das Fundraising berichteten über ihre Arbeit. Besonders erfreulich hat sich bhavana entwickelt: Das traditionsübergreifende Studienprogramm trägt sich seit 2025 wirtschaftlich selbst und konnte unter anderem die erste professionelle Ausbildung für buddhistische Seelsorge erfolgreich beginnen. Die Delgierten der Einzelmitglieder berichteten über ihre Online- und Präsenztreffen und über die Ergebnisse einer Umfrage zu den Bedürfnissen und Interessen der Einzelmitglieder. Außerdem haben Sie einen Podcast zur Vorstellung von Buddhistinnen und Buddhisten gestartet. 

Satzung und Finanzen

Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand mit großer Mehrheit entlastet und anschließend einstimmig den Haushaltsplan 2026 verabschiedet. Ein Antrag, die Zahl der Ratsmitglieder von elf auf neun zu reduzieren, fand zwar eine Mehrheit, verfehlte jedoch die für eine Satzungsänderung erforderliche Dreiviertelmehrheit und wurde deshalb abgelehnt. 

Dagegen wurde eine moderate Anpassung der Beiträge für Mitgliedsgemeinschaften ab dem Jahr 2027, um die langfristige finanzielle Stabilität der DBU zu sichern, mit nur einer Enthaltung angenommen.

Für das Jahr 2027 hat die DBU das Jahresmotto „Friedensräume“ beschlossen. 

Die nächste Mitgliederversammlung der Deutschen Buddhistischen Union findet vom 25. bis 27. Juni 2027 erneut in Steyerberg statt.

Julia Thoma