Happy Birthday ÖBR! Vierzig Jahre staatliche Anerkennung des Buddhismus in Österreich

3. Januar 2023 | Aktuell

1983 wurde der Buddhismus in Österreich staatlich anerkannt. Damit war Österreich das erste Land in Europa, in dem die buddhistische Religion den angestammten Religionen Christentum und Judentum rechtlich gleichgestellt wurde.

Der Weg zu dieser Anerkennung begann schon vor langer Zeit. Die ersten Kontakte eines Österreichers mit dem Buddhismus liegen irgendwo verborgen im 17. oder 18. Jahrhundert – sie waren geprägt durch die Begegnung eines Jesuitenmissionars mit dem Vajrayana-Buddhismus in den Tiefen der asiatischen Himalajaländer. Die ersten sicheren Belege des Buddhismus in Österreich sind die Erstübersetzungen aus dem Palikanon in die deutsche Sprache durch Karl Eugen Neumann. Sein Nachlass befindet sich im Archiv der ÖBR und erfährt noch heute hohe Wertschätzung durch die Wissenschaft.

Gleich zum Ende des Zweiten Weltkrieges kommt es zur Gründung der Vorgängerorganisation der heutigen Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft, die mit der staatlichen Anerkennung 1983 zur offiziellen Vertretung des Buddhismus in Österreich und damit zum Dach für alle buddhistischen Traditionen wird. 

Die wichtigste der umfangreichen Aufgaben der ÖBR besteht natürlich in der aktiven Förderung und Unterstützung der Entfaltung der Lehre des Buddha in Österreich, und zwar auch in Anerkennung und Wertschätzung der großen Vielfalt buddhistischer Traditionen. Die staatliche Anerkennung schafft hier Möglichkeiten, das auch in der gesamten Breite unserer Gesellschaft zu tun, zum Beispiel durch die Anerkennung konfessionell-buddhistischer Schulen, offiziellen buddhistischen Religionsunterricht, die Gründung eines buddhistischen mobilen Hospizes und die Begleitung von Menschen in Krankenhäusern und Gefängnissen. Das sind nur ein paar wenige Beispiele der umfangreichen Aktivitäten der ÖBR.

Präsident Gerhard Weißgrab sagt dazu:

„Wir, die österreichischen Buddhistinnen und Buddhisten, haben mit dieser Anerkennung nicht nur viele Möglichkeiten bekommen, sondern auch zugleich die große Verpflichtung, an einer guten und heilsamen Entwicklung unserer Gesellschaft mitzuwirken. Ich denke, die Weisheit der buddhistischen Lehre war schon lange nicht mehr so wichtig wie gerade heute, wo wir durch sehr herausfordernde Entwicklungen und Krisen gut durchkommen müssen. Daher bin ich auch den vielen Menschen besonders dankbar, die auf unterschiedlichste Weise ihre Kräfte für diese Aufgaben der ÖBR immer zur Verfügung stellen. Sie sind die unverzichtbaren Quellen, um diesen Weg auch wirklich erfolgreich gehen zu können. Zur Freude über unser Feierjahr kommt hier vor allem eine große Dankbarkeit!“

Im Jubiläumsjahr 2023 finden das ganze Jahr über Veranstaltungen statt:
tinyurl.com/OEBR-40Jahre

DIE AUFGABEN DER ÖBR

BUDDHA

Zum Wohle aller im Dialog sein

Wir vertreten den Buddhismus

  • bei offiziellen Belangen in Österreich
  • mittels öffentlicher Stellungnahmen
  • in interreligiösen Gremien in Österreich
  • in Europa und weltweit tätigen Gremien

DHARMA

Die Essenz von Buddhas Lehre verbreiten

Wir informieren

  • regelmäßig durch den ÖBR-Newsletter
  • vierteljährlich mit unserem ÖBR-Magazin
  • über unsere Website und Social-Media-Kanäle
  • in der buddhistischen Fachbibliothek

Wir sind präsent

  • durch ÖBR-Repräsentanzen in den Bundesländern
  • Meditationszentren in ganz Österreich
  • im Sekretariat der ÖBR in 1010 Wien

SANGHA

Die Gemeinschaft Praktizierender unterstützen

Wir veranstalten

  • jährliche Vesakh-Feste, Tagungen und Symposien, Vortragsabende
  • Beitrittszeremonien

Wir feiern

  • mit Familien, Hochzeiten, Übergangszeremonien
  • Verabschiedungsriten

SOZIALES ENGAGEMENT

Orientierung und Unterstützung geben

Wir bieten Halt durch

  • JIVAKA-Krankenbegleitung
  • ÖBR Mobiles Hospiz & Hospizlehrgänge
  • Brücke-Gefangenenbegleitung
  • Verein Animal Compassion
  • Netzwerk Achtsame Wirtschaft

JUGEND & BILDUNG

Buddha-Dharma darlegen

Wir vermitteln Buddhas Lehre

  • im schulischen Religionsunterricht
  • in unseren buddhistisch konfessionellen Schulen
  • in der Lehrer:innenausbildung KPH Wien/Krems
  • in Vorträgen für Schulklassen

EHRENAMT

Sinn und Erfüllung finden

Wir fördern

  • persönliche Entwicklung
  • Talente und Interessen