Warum zerstören wir die Welt in der wir leben?  

15. Juli 2022

Buddhas Lehre von den Ursachen und der Überwindung des Leids – Seminar im Studienprogramm der Deutschen Buddhistischen Union.

Datum: 9. bis 11. September 2022, Online und Vor-Ort-Teilnahme möglich
Ort: Retreathaus Berghof, Spessart
Referentinnen: Franz-Johannes Litsch und Bhikshuni Thubten Jampa
Anmeldung:

Trailer – Susanne Billig im Gespräch mit den Dozent:innen des Seminars

Braucht es noch einen Nachweis für die zunehmende Selbstgefährdung der Menschheit auf dem von ihr eingeschlagenen Weg? Folgt nicht seit Jahren eine schwere globale Krise der anderen? Inzwischen gar die Möglichkeit eines Weltkriegs und des Einsatzes von Atombomben, wo doch das Artensterben, der Klimawandel, der Verlust an gesunden Böden, die Verseuchung der Meere, die Gentechnik, die Robotertechnik, die totale digitale Manipulation schon zutiefst die menschliche Existenz gefährden.

Was schon lange währt, erfährt gerade durch die aktuellen Krisen nochmal eine besondere Verstärkung und Dringlichkeit. Wir scheinen die Welt regelrecht vor die Wand zu fahren und immer mehr Menschen fragen sich, was denn die eigentlichen Ursachen dafür sind. Warum machen wir das? Zeit nach der Analyse des Buddha zu schauen.

Der Buddha hat bereits vor 2500 Jahren die Tatsachen und Ursachen des selbsterzeugten menschlichen Leidens erkannt und aufgezeigt. Und er hat den Weg und die Mittel der Befreiung aus der uns beherrschenden Verblendung aufgezeigt. Es ist höchste Zeit, dass wir uns, angesichts dieser Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven, an die von ihm aufgezeigten Horizonte und Lösungswege erinnern.

Das Seminar beinhaltet Vorträge, Gesprächsrunden und verschiedene Meditationsformen im Haus und in der Natur draußen (Samatha, Vipassana, Visualisationsübungen, Gehmeditation und Essensmeditation).

Die Referentinnen

Bhikshuni Thubten Jampa
Bhikshuni Thubten Jampa

Bhikshuni Thubten Jampa wurde in Deutschland geboren und lernte den Dharma zu Beginn ihres Studiums der Sozialwissenschaften in 1999 in Berlin kennen. Sie nahm bald darauf die buddhistische Zuflucht, studierte und praktizierte den Tibetischen Buddhismus im Tibetischen Zentrum Hamburg, wo ihr Wunsch sich ebenfalls ordinieren zu lassen noch verstärkt wurde.

Mit Unterstützung des Tibetischen Zentrums, entschied sie sich für eine Nonnen-Ausbildung in Sravasti Abbey in den USA, wo sie 2010 ihre Anagarika-Gelübde von Bhiksuni Thubten Chodron (Äbtissin Sravasti Abbey), im Januar 2013 ihre Novize-Ordination und im Januar 2016 die Bhiksuni-Gelübde in Taiwan erhielt.

Bhiksuni Thubten Jampa setzt sich u.a. für eine Integration der Buddhistischen Praxis und dem Umweltschutz ein. Sie tritt in lokalen Umweltschutzveranstaltungen auf, und hält öffentliche Vorträge und Meditationen zum Thema. Sie fördert die Diskussion über die Umweltauswirkungen und praktische Schritte um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren

Franz-Johannes Litsch
Franz-Johannes Litsch

Franz-Johannes Litsch stammt aus dem Schwarzwald und wohnt heute auch wieder dort. Er hat Architektur studiert und u.a. 12 Jahre an der Universität Konstanz und 20 Jahre im Umweltbundesamt in Berlin im Bereich „Dokumentation von Umweltforschung“ gearbeitet.

Auf dem Hintergrund einer streng katholischen Erziehung begann mit 12 Jahren sein bis heute andauerndes Interesse für die Lehre und Praxis des Buddhismus. Dabei hat er alle großen Schulen des Buddhismus (Theravada, Mahayana, Vajrayana) kennengelernt und zahlreiche Reisen in Asien und Praxisaufenthalte in Klöstern durchgeführt. Sein heutiger Schwerpunkt ist die Erforschung der buddhistischen Philosophie und die Praxis der Satipatthana-Meditation.

Seit den 1980er Jahren setzt er sich außerdem für einen ökologisch, sozial, humanitär und demokratisch engagierten Buddhismus ein und gründete 1992 zusammen mit anderen das „Netzwerk engagierter Buddhisten“. Als solcher wurde er auch in den Rat der „Deutschen Buddhistischen Union“ (DBU) gewählt und wirkte an deren Aufbau mit. Ab 2000 war er zudem Mitgründer und Vorstandsmitglied der „Buddhistischen Akademie Berlin“. Seither ist er als Autor und Referent zu Buddhismus, Religionsgeschichte, Philosophie und gesellschaftlichen Themen, sowie als autorisierter Lehrer für Vipassana-Kurse aktiv.

Vorläufiger Zeitplan

Freitagabend

18:00 Ankommen, Leichtes Abendessen

19:30 Begrüßung, Organisatorisches & Programmablauf
20:00 Gesprächsrunde – Vorstellung und meine Beziehung zum Thema
21:00 Meditation: Die Vier Unermesslichen

21:30 Bettruhe

Samstag

9:00 Einführung in die Thematik – Das 12-fache wechselseitig bedingte Entstehen

10:30 Pause

11:00 Nachfragen, Diskussion, Vertiefungen, Hindernisse, Aktualisierung
12:00 Visualisierungsmeditation

12:30 Mittagspause

15:00 Naturerfahrung – Gehmeditation und Wahrnehmungs-Meditation im Wald

16:30 Pause

17:00 Vertiefung – Über den Weg zur Beendigung des Leids und der Zerstörung

18:30 Leichtes Abendessen

Sonntagvormittag

9:00 Workshop: We are the Change – Konkrete Schritte zur Beendigung der Zerstörung

10:30 Pause

11:00 Gemeinsames Zusammentragen unserer Erfahrungen und Möglichkeiten, Widmung

12:30 Mittagessen,Ende und Heimfahrt

Anmeldung und Kosten

Anmeldung bitte möglichst per E-Mail in der DBU-Geschäftsstelle bei Bettina Hilpert über oder an die DBU-Geschäftsstelle, Amalienstr. 71, 80799 München, Tel. 089 45 20 69 3-0

Online-Option: Dies Seminar kann alternativ online gebucht werden, falls sich vier oder mehr Menschen finden. Bitte bei der Anmeldung angeben, Kontakt zum technischen Betreuer dieser Option erfolgt in der Woche vor der Veranstaltung.


Veranstaltungsort: Retreathaus Berghof, Am Berg 1, 63831 Wiesen
Übernachtung: Übernachtungen und Verpflegung bitte direkt im Berghof buchen.

Hinweis der DBU: Dies ist keine therapeutische Veranstaltung; Teilnehmer sollten psychisch gesund sein.

Koordination des Wochenendes: Karin Becker , 0162/47 087 94

Vollständige Information (PDF)