„WER WIR WAREN“ – Kinostart am 8. Juli

2. Juli 2021

Wie soll unsere Zukunft aussehen? Welche Themen werden uns deshalb in der Gegenwart beschäftigen? Was werden zukünftige Generationen über uns denken, wenn wir bereits Geschichte sind? Diese dringenden philosophisch, politisch und gesellschaftlich relevanten Fragen gehen uns alle an. Inspiriert von dem gleichnamigen Zukunftsessay des Publizisten und Moderators Roger Willemsen (1955 – 2016) geht der Autor und Regisseur Marc Bauder diesen Fragen in seinem inspirierenden und zukunftsgewandten Dokumentarfilm nach. 

© X Verleih 2021 

Kurz vor seinem Tod im Jahr 2016 hielt der Schriftsteller und Moderator Roger Willemsen eine „Zukunftsrede“. Unter dem Leitgedanken „Wer wir waren“ beschäftigte er sich mit der Frage, wie wir uns bei einem Blick aus der Zukunft betrachten würden.  

„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“  (Roger Willemsen)

Die DBU hat sich entschieden, eine Kooperation mit der für den Filmvertrieb verantwortlichen Agentur JETZT & MORGEN einzugehen, um zur Verbreitung dieses bemerkenswerten und inspirierenden Films beizutragen.

Wer Wir Waren – Kino-Filmstart 8. Juli 2021
© X Verleih 2021 

Vor dem Hintergrund aktueller Krisen wie Klimawandel, Artensterben, Pandemie und sozialer Ungleichheit und der Einsicht in die Notwendigkeit einer großen Transformation hat der Schweizer Autor und Regisseur Marc Bauder, inspiriert von Willemsens Zukunftsrede, nun einen Film mit dem gleichen Titel gedreht. Entstanden sind beeindruckende Bilder und eindringliche Überlegungen von sechs Denkerinnen und Denkern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unserer Zeit.  

Der Astronaut Alexander Gerst gelangt zu einer fundamentalen Wertschätzung des „blauen Planeten Erde“ als unserer einzigen Heimat. Die Philosophin Janina Loh hofft, „dass wir es als Gesellschaft in hundert Jahren geschafft haben, von diesem exklusiven Denken, das die Menschen in den Mittelpunkt stellt, abzukommen.“ Die Ozeanologin Sylvia Earle wirbt als Botschafterin der Meerefür die Erhaltung von Meeresschutzgebieten als „Orten der Hoffnung“.  

Alexander Gerst, © X Verleih 2021 
Janina Loh, © X Verleih 2021 
Sylvia Earle, © X Verleih 2021

Der buddhistische Mönch Matthieu Ricard erklärt: „Wahre Freiheit ist, das Ruder in die Hand zu nehmen, die Segel zu hissen und dahin zu steuern, wohin man möchte. Die Freiheit zu haben, das Ziel zu erreichen.“ Auf seine Frage, warum unser System zu solchen Problemen führt, antwortet der Ökonom Dennis Snower: „Ich denke, ein Irrtum besteht darin, dass wir so tun, als wäre die Wirtschaft mit der Natur gleichzusetzen. Dabei haben wir vergessen, dass die Wirtschaft dem Wohl der Menschen dienen sollte. Die Wirtschaft ist unsere Schöpfung, deshalb müssen wir sie wieder ändern.“  

Matthieu Ricard, © X Verleih 2021
Felwine Sarr, © X Verleih 2021
Dennis Snower, © X Verleih 2021

Auf seiner Suche nach einem neuen Wir schaut der Soziologe Felwine Sarr aus Afrika in den Norden: „Die Dinge werden sich ändern, und sie werden merken, dass sie auf die neue Realität nicht vorbereitet sind – es sei denn, sie ändern ihre Konsum- und Lebensgewohnheiten … Ihre derzeitige Macht, die Welt zu verändern, wird sich gegen sie richten.“

Der Film erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW das Prädikat „besonders wertvoll“. Die Begründung der Jury lautet: „Bauder macht auch stilistisch eine der Kernaussagen seines Films deutlich: dass nachhaltige positive Veränderungen nur über Austausch und Dialog möglich werden. Wer wir waren … regt zugleich zum Nachdenken darüber an, wer wir sind.“

Manfred Folkers

Informationen
bauderfilm.de/wer-wir-waren
www.werwirwaren.de