Zur Corona-Krise

8. April 2020

Zur Corona-Krise haben wir eine Seite eingerichtet, die idealerweise weiter wachsen soll, gerne auch mit Ihrer Mithilfe!
Auf der Seite finden Sie Informationen zur Erreichbarkeit der DBU-Geschäftsstelle und zu Absagen von Terminen aus dem Angebot der DBU.

Vor allem entsteht hier eine Sammlung von Vorträgen und Texten, die einen Bezug zwischen buddhistischer Praxis und Corona-Krise herstellen. Außerdem finden Sie eine Liste von Meditations- und Seminarangeboten, welche für alle online nutzbar sind.
Zur Corona-Krise haben wir eine Seite eingerichtet, die idealerweise weiter wachsen soll, gerne auch mit Ihrer Mithilfe!

Auf dieser Seite möchten wir die Möglichkeit zur Verfügung stellen, Informationen der buddhistischen Welt, die in Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen, auszutauschen und interessante Hinweise auf Angebote der buddhistischen Gruppen und Lehrer zu geben. Einen Anspruch auf Vollständigkeit können wir leider nicht erfüllen!

Idealerweise wächst diese Seite weiter. Helfen Sie mit, indem Sie uns Hinweise auf interessante Angebote schicken, die wir dann hier zur Verfügung stellen können. Ihre Post geht an die Online-Reaktion unter: kirsten.schulte@dbu-brg.org.

DBU – In eigener Sache

Erreichbarkeit der Geschäftsstelle

Unsere Geschäftsstellen-Mitarbeiterinnen werden verstärkt im Home-Office arbeiten. Sie sind daher nur eingeschränkt und per E-Mail erreichbar. Dringende Informationen bitte nur noch per E-Mail schicken!

Absagen aufgrund der Corona-Krise
Studienseminar: Leid bezeugen, Frieden entfalten vom 3.-5. April 2020
Zukunftstag und Mitgliederversammlung wurde für Ende April abgesagt.

    Neuer Termin:
  • Zukunftstag, 16.10.20, 10:00 Uhr
  • Mitgliederversammlung 17.10.2020, 9:00 Uhr bis 18.10.2020, 12:30 Uhr

Texte von buddhistischen Lehrern und Lehrerinnen zur Corona-Krise

RESPONDING TO COVID-19 WITH AWARENESS + WISDOM
Interview mit Sayadaw U Tejaniya (EN)
Frage: Wie gehen Sie persönlich mit Angst oder Furcht um?
Antwort: Es ist nicht so, dass ich keine Angst oder Furcht hätte, aber ich habe das Verständnis, dass dies nur das ist, was im Kopf passiert. Ich kann nicht verhindern, dass der Verstand Angst oder Furcht hat. Sie werden entstehen. Aber meine Ansicht ist: „Das ist für den Verstand in dieser Situation ganz natürlich“. Das Schlimmste, was Sie tun können, ist zu denken: „Wie kann ich das loswerden? Denn der Wunsch, dass nie etwas Schlimmes passiert, ist genau das, was die schlimmsten Befürchtungen aufkommen lässt. Der Verstand, der keinen Kummer und kein Leid will, erzeugt die meisten Ängste.“
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Was hilft mir und anderen in Zeiten der Corona-Krise?
Sylvia Wetzel. Buddhistische Lehrerin.
Geboren 1949, Studium des Buddhismus seit 1977, lehrt seit 1986.

Drei Gruppen von Lehren scheinen für mich und andere im Umgang mit schwierigen Zeiten sehr hilfreich zu sein: Freude, Beziehungen und Sinn. In der Traumatherapie werden sie als die drei Hauptressourcen für den Umgang mit schwerem Leiden betrachtet.
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Wir sind nicht hilflos: Älter sein im Zeitalter von Corona
Von Dr. Linda Lehrhaupt ©
Dr. Linda Lehrhaupt ist Gründerin und Leiterin des „Instituts für Achtsamkeit“ und selbst 70 Jahre alt. Sie gehört somit zu der Gruppe, von der sie schreibt, dass über sie derzeit implizit kommuniziert wird, „dass es vor allem diese Generation ist, die für all die Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen verantwortlich ist.„
Sie möchte alle älteren Menschen dazu ermutigen, auf ihr gewachsenes intuitive Wissen zu vertrauen und sich keine Angst einreden zu lassen.
→ weiterlesen Auf der Seite finden Sie auch eine geführte Meditation von Linda Lehrhaupt (auf EN).

Praxis in Zeiten der Virusepidemie
Dharma-Talk von Chan-Meister Wei Chueh aus dem Jahr 2003, dem Jahr der SARS-Epidemie
Die ganze Welt befindet sich derzeit in Panik vor der SARS Epidemie. Viele Patienten mit SARS erholen sich nach einer Zeit des Unwohlseins und der Quarantäne wieder, aber in schweren Fällen erliegen auch einige der Krankheit. Was können wir tun, um sicher durch diese Krisenzeit hindurch zu kommen? Das ist eine Frage, der wir mit Dringlichkeit auf den Grund gehen sollten.
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In den Zeiten von Corona
Ein Beitrag von Rev. Kyoku B. Lutz, Zen-Lehrerin am Frühlingsmond-Zendo in Hannover.
Beim Lesen und Hören der Beiträge auf der Website der DBU erfahre ich das lebendige Wirken der Vier Bodhisattva-Gelübde:
Es gibt zahllose Wesen, ich gelobe, sie zu retten.
Verblendungen sind unerschöpflich, ich gelobe, ihnen ein Ende zu setzen.
Es gibt zahllose Dharmas, ich gelobe, sie zu meistern.
Der Buddha-Weg ist unübertrefflich, ich gelobe, ihn zu verwirklichen.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich als Dharma-Nachfolgerin von Hoko Karnegis, Sanshinji, U.S.A., eine Lehrerin in der Soto Zen-Tradition Sawaki/Uchiyama/Okumura Roshi bin. Ich bin von Herzen froh, mit allen Traditionen, die der Lehre Buddhas folgen und allen Traditionen, die tiefsten Frieden praktizieren, innig verbunden zu sein. So kann ich mich den bislang schon veröffentlichten Beiträgen nur schlichtweg traditionsübergreifend anschließen. Und es gibt Gedanken, die ich gerne teilen möchte.
Wir stecken in der Corona-Krise, was aus vielen verschiedenen Gründen unleugbar eine Herausforderung historischen Ausmaßes für den gesamten Globus darstellt. Wir stecken in dieser Krise, aber auch wenn sie noch länger anhält, müssen wir nicht in ihr feststecken!
Da wir alle als potentielle oder tatsächliche Wirte des Corona-Virus diese aktuelle Krise faktisch zusammen sind, wird uns derzeit einmal mehr deutlich vor Augen geführt, welche Bedeutung die Art und Weise unser aller Lebensführung besitzt. Und zwar ohne ein Verschieben von Konsequenzen auf einen späteren Zeitpunkt. Egal wo wir gerade sind und auch egal, was wir gerade tun: Wir sind dazu aufgerufen, unser alltägliches Verhalten zum Wohl und Schutz aller Menschen/Wesen und Kreisläufe dieser Welt zu überdenken und neu zu justieren. Für jede und jeden nachvollziehbar: Ein Virus interessiert sich nicht für Landesgrenzen oder Absichten: das Partikelchen will sich einfach nur vermehren. So ist auch die kurzsichtige Strategie eines „Wie rette und versorge ich hauptsächlich mich und meine Familie, meine Gruppe, meine Stadt, mein Land“ und ähnliches Denken hauptsächlich eines: kurzsichtig… und auch erbarmungslos.
Die uns allen gemeinsame Corona-Krise ist das eine. Das andere ist, dass ich bereits mein gesamtes Leben lang erfahre, wie fest wir Menschen alle in unserem Irrdenken feststecken und dadurch – mit und ohne Absicht – größtes Unheil anrichten oder ignorieren: Weltkriege, Epidemien aller Art (global wie HIV/AIDS oder lokal in „weit entfernten“ Ländern (Malaria, Ebola, Gelbfieber, Lassa- und Dengue-Fieber, Tuberkulose, Cholera, Typhus etc.), Folter, Mißbrauch aller Wesen in allen Variationen, verschiedenste Abhängigkeiten/Süchte, Korruption, Pflegenotstand etc.: Die Aufzählung kennt keinen Anfang und kein Ende: So verstanden existiert „die Krise“ nicht wirklich erst seit „Corona“! Wir lebten und leben oft einfach nur mit geschlossenen Augen…
Und doch wiederum könnte die Corona-Krise von ihrer ganz speziellen Ausformung her, wie in anderen Beiträgen bereits angedacht, eine wahrhaft neue Chance darstellen. Die Durchdringung der Welt mit den ganz aktuellen Möglichkeiten des Internets hat es so bislang noch nicht gegeben. Bleibt die Frage, ob wir es in diesen Zeiten wirklich heilsam zu nützen wissen. Oder wird die aktuelle Online-Betriebsamkeit neben allem wirklich Hilfreichen überwiegend dazu beitragen, uns ein weiteres Mehr an mentalen Spielzeugen zwecks Zerstreuung und Zeitvertreib zur Verfügung zu stellen?! Digitale Techniken arbeiten darüberhinaus zwangsläufig mit Abstand: Wenn es schon in der Kommunikation von Angesicht zu Angesicht nur so an Missverständnissen hagelt, weil wir das, was wir im Gespräch hören, durch unsere eigenen Wahrnehmungsfilter laufen lassen müssen, braucht man nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, was per technischer Hilfsmittel passiert. „Die digitale Welt funktioniert analog zur analogen Welt. Sie ist nicht mit ihr identisch.“ (Bert Strebe)
Wie dem auch sei: Auf jeden Fall rege ich alle Menschen mit Hinweis auf die vielzähligen Online-Angebote buddhistischer Richtungen dazu an, über den eigenen Tellerrand buddhistischer Praxis hinauszuschauen: Welche Chance mit Hilfe der Netzwerke unsere „buddhistischen Nachbarn“ und ihre Art und Weise, den Dharma zum Wohle aller Wesen zu praktizieren und zu teilen, auf dem kurzen Weg kennenlernen zu können! Und einmal mehr feststellen zu dürfen, dass es zu allen Zeiten unzählige, tatkräftige Bodhisattvas jeglicher Couleur, bekannte wie auch namenlose, gab und gibt! Mir selbst haben in den zurückliegenden Jahren die Blicke über „niedrige Gartenzäune“ und ein Hin und Her durch Lücken in „runtergeschnittenen Hecken“ ungeahnte Begegnungen eröffnet, für die ich auf ewig dankbar sein werde! In diesem Sinne empfinde ich heute „unseren“ Praxisplatz in „unserer“ Stadt wie eine Vogeltränke, die einfach da ist und klares Wasser bereitstellt, egal welche und wieviele Vögel da kommen und gehen oder bleiben: Sowieso ist die ganze Welt unser Kloster und das Universum unsere Sangha: LEBEN ist universell und unteilbar. Warum also nicht in Zeiten von Corona die Augen öffnen und dieses LEBEN so leben, als wären wir schon wirklich lebendig!?
In tiefer Verbundenheit, Kyoku, Frühlingsmond Zendo Hannover

Corona und wie wir der Pandemie begegnen könnten
Ein Beitrag von Ayya Agganyani
Corona, der „gekrönte“ Virus, ist er nicht ein Götterbote mit Bodhisattva-Krone? Zeigt er uns nicht ganz ehrlich und unverblümt unsere Ohnmacht und all das Leiden im Samsara? Krankheit, Tod, Angst und Sorgen? Vielleicht denken jetzt doch einige Menschen über das wirklich Wesentliche nach. Vielleicht erinnert man sich an spirituelle Praxis – und übt sie sogar aus. Das ist es ja, was ein Götterbote erreichen möchte.
Ich möchte anregen in dieser schwierigen Zeit die „göttlichen Verweilzustände“ (brahmavihāras) zu praktizieren:
Liebe (mettā), Mitgefühl (karuṇā) und Verständnis mit den Erkrankten, Leidenden, Trauernden, Verängstigten, Verunsicherten, Isolierten, Gelangweilten, Leichtsinnigen, ungläubigen Draufgängern, Kritikern und Kritisierten, den Ärzten, Sanitätern, dem Kranken- und Pflegepersonal, alle den Menschen, die weiterhin arbeiten um der Gemeinschaft zu dienen… auch den notleidenden, ausgesetzten, vernachlässigten, getöteten Haus- und Nutztieren… – Es gibt so viel Leid in dieser Zeit.
Aber wenn wir genau hinschauen, sehen oder hören wir auch von Glück und Erfolg, z.B. derjenigen, die COVID-19 überstanden haben und genesen sind – und hier haben wir die wunderbare Möglichkeit Mitfreude (muditā) zu praktizieren, genauso wie mit all den Menschen, die in dieser Situation selbstlos und furchtlos Gutes tun, Verantwortung übernehmen und helfen.
Sollte COVID-19 trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bei uns selbst ausbrechen, so lasst uns versuchen, unserer Situation mit unerschütterlichem Gleichmut (upekkhā) und Ruhe zu begegnen. Nehmen wir unseren kranken, fiebrigen Körper, Husten und Atembeschwerden achtsam wahr, beachten und beobachten wir auch unseren Geisteszustand und unsere Emotionen und akzeptieren sie. Werden wir uns unseres und des ganzen Leidens im Saṃsāra bewusst, lassen wir von unserem Ego los und von dem Wahn, alles kontrollieren zu wollen, allzeit gesund, mächtig und glücklich sein zu können oder gar zu müssen. Versuchen wir mit Corona in Frieden zu sein.
Gleichmut bedeutet auch Unparteilichkeit. Bitte, lasst uns einander helfen, ohne Vorlieben, Zu- und Abneigungen. Jede, jeder, jedes ist es wert. Helfen und unterstützen wir einander, selbstlos, getragen von Mitgefühl und Weisheit, in ganz praktischen Dingen (Einkaufshilfe, Erledigungen, Gassigehen mit Hunden Betroffener u.v.m.), aber auch mit dem Angebot an spirituellem Rat und Trost sowie der Aufnahme in unsere Dhamma-Praxis. So könnten wir z.B. für sie atmen (symbolisch, geistig), inneren Frieden entwickeln und ihnen schicken, für sie chanten (oder beten, wer mag), unsere Verdienste mit ihnen teilen, spirituelle Telefon- oder Email-Betreuung anbieten. Nicht „könnten“ – lasst es uns tun!
Wir brauchen Kreativität, Weisheit, Mut, Gleichmut – und nicht Gleichgültigkeit und Ignoranz. Wir brauchen Verantwortungsbewusstsein – nicht Egoismus. Wenn uns Corona das lehrt, war dieser Virus die Krone wert.
„Sich selbst schützend, schützt man die anderen. Andere schützend, schützt man sich selbst.“
(Quintessenz aus dem Sedaka-Sutta, SN 47.19)

Meditation der liebevollen Güte in dieser ungewissen Zeit
Von Uschi Stehmann
Möge ich glücklich sein.
Möge ich wirklich glücklich sein.
Möge ich gesund und sicher sein.
Möge ich mich und andere schützen.
Möge ich innerlich klar sein und frei von Angst.
Möge ich weise handeln und andere unterstützen.
Möge ich in Frieden und Harmonie leben.
Mögen alle Menschen glücklich sein.
Mögen wir wirklich glücklich sein.
Mögen wir gesund und sicher sein.
Mögen wir uns selbst und andere schützen.
Mögen wir innerlich klar sein und frei von Angst.
Mögen wir weise handeln und andere unterstützen.
Mögen wir in Frieden und Harmonie leben.

Buddhismus und Bön in Berlin

In der Sammlung Buddhismus und Bön in Berlin werden Video und Textnachrichten tibetischer buddhistischer Lehrer und Lehrerinnen zur Verfügung gestellt. Diese Seite wird ständig aktualisiert.
Einige der Texte finden Sie auch hier:

Sonderbotschaft des Dalai Lama, 30.03.20
Meine lieben Brüder und Schwestern,
Ich schreibe diese Worte als Antwort auf die wiederholten Bitten vieler Menschen auf der ganzen Welt.
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Dalai Lama
Beten ist nicht genug, 14.04.20
Manchmal bitten mich Freunde, bei einem Problem in der Welt mit „magischen Kräften“ zu helfen. Ich sage ihnen immer, dass der Dalai Lama keine magischen Kräfte hat.
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Grußbotschaft von S. E. Dagyab Rinpoche
Wir befinden uns momentan in einer sehr schwierigen gesundheitlichen Situation, die sich weltweit ausgedehnt hat. So gesehen gibt es nirgendwo einen sicheren Platz, an dem wir nicht krank werden können. Aber gleichzeitig sollten wir Folgendes denken: Durch diese Epidemie erleben wir, dass viele Menschen sehr solidarisch sind, ….
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Meditationspraxis gegen die Pandemie
von S.H. Drikung Kyabgön
Aufgrund der weltweiten Verbreitung des Corona-Virus (COVID-19) wende ich mich an alle Drikung Kagyü Klöster und Zentren sowie Ordinierten und Laienpraktizierenden mit der Bitte, die Praxis der Dakini Parnashavari täglich auszuführen und das Mantra zu rezitieren.
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Geshe Pema Samten zur allgemeinen Situation
von Geshe Pema Samten
Liebe Freundinnen und Freunde, Mitglieder sowie Schülerinnen und Schüler!
Zunächst möchte ich alle mit dem Tibetischen Zentrum verbundenen Menschen von Herzen mit Tashi Delek grüßen! Ich wurde von verschiedenen Personen gebeten, etwas zu der momentanen Corona-Krise zu sagen.
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Videos von buddhistischen Lehrern und Lehrerinnen zur Corona-Krise


  • Buddhistische Praxis in der Corona-Krise von Shifu Simplicity

  • Ein normaler Tag – Auch ein guter Tag? Reflexionen zur Corona-Krise von Tenzin Pelljor

  • Facing the Challenge of the Coronavirus von Bhikkhu Bodhi (EN)

  • Gegenmittel für das Zeitalter der Angst von Mingyur Rinpoche (deutsche Untertitel)

  • A message from Ringu Tulku Rinpoche Link zur Seite von Bodhicharya (EN)

  • Beeing there with others von Jeff Shore
    Zen-in-München

YouTube Kanäle und Videos

Der Buddha-Talk in Hamburg hat einen YouTube-Kanal auf dem es neben Vorträgen auch Meditationsanleitungen zum Download gibt!

Die Hotspots
5 mal hat Raimund Hopf namhafte Buddhisten und Buddhistinnen zu einem Gespräch über Buddhismus in den Zeiten der Krise eingeladen. Gäste waren unter anderem Thubten Chodron (USA) Ven. Jampa Tsedroen (Carola Roloff, DE), Bhikkhu Bodhi (USA), Jetsuma Tenzin Palmo, Bhante Sujato (Australia) und Bhante Ananda (India)

Dieser Kanal stellt Wege vor, um mit starken und intensiven Gefühlen wie Angst, Panik und Wut usw. konstruktiver umzugehen. Ausserdem werden Methoden vorgestellt, um sich innerlich zu stärken.
Für die aktuelle Zeit des Wartens, haben wir die Videos und Audios der Vorträge vom Symposium 2019 „Säkularer Buddhismus und Gemeinschaft“ von Stephen Batchelor, Gabriela Frey, Ursula Richard, Michael Radich und Harald Walach online gestellt.
3. Mai: Vesak Day Ceremony (EN) der Buddhist Society of Western Australia mit Ajahn Brahm
Eberhard Kügler, Redakteur beim NDR Fernsehen und anerkannter Zen-Lehrer, zeigt für Anfänger und Anfängerinnen, wie Meditation geht. Er beginnt damit, wie man sitzt und atmet und erklärt, was man tun kann, wenn die Gedanken dabei ständig um unerfreuliche oder banale Dinge kreisen. (07.04.2020)
Hier finden Sie auch einige Fragen und Antworten zum Thema Meditation.

Radio- und Fernsehbeiträge mit buddhistischen Lehrern und Lehrerinnen

Achtsamkeit in Krisenzeiten – Mit Meditation gegen Coronaängste
Beitrag von Christian Röther im Deutschlandfunk Kultur, 12.04.2020, Reihe Religionen
Unter anderem mit der buddhistische Nonne Bhiksuni Jampa Tsedroen, hierzulande besser bekannt als Dr. Carola Roloff.
→ hören

Corona – Was hilft mir gegen die Angst?
Ein Oster-Spezial aus der Reihe Engel fragt, ausgestrahlt am 8., 10. und 12.04.2020 im hr-fernsehen
Gespräch mit fünf menschen aus unterschiedlichen Religion. Mit dem buddhistische Mönch Tenzin Peljor vom Tibethaus Frankfurt.
→ sehen

Sorge und Seele für Buddhisten
Radio-Feature von Mechthild Klein, 30.03.2020 im Deutschlandfunk
Buddhistische Gruppen in organisieren sich in der Krise neu.
→ hören

Zen-Abt Muho über Selbsthilfe in der Corona-Krise
Reihe Lesart, moderiert von Frank Meyer, 01.04.2020 im Deutschlandfunk Kultur
Abt Muho sagt: „Lebe, als wenn du längst tot wärst.“
→ hören

Verbunden bleiben: gemeinsam praktizieren, Onlineseminare

Seit Mitte März sind alle Meditationszentren geschlossen. Einige Gruppen haben bereits seit längerer Zeit ein Onlineangebot, andere haben aufgrund der Krise diese Möglichkeit geschaffen.
Hier finden Sie in alphabetischer Reihenfolge Angebote, die allen offen stehen. Einen Anspruch auf Vollständigkeit können wir nicht erfüllen. Der Vorzug wird den Einrichtungen geben, die ein Angebot für alle haben. Hier finden Sie auch einen Link zu allen Angeboten der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft.

ACHTUNG: Überprüfen Sie bitte vorher das Angebot. Einige Veranstaltungen erfordern eine vorherige Anmeldung und / oder gehen davon aus, dass Sie zuvor Zoom auf Ihrem Computer installiert haben! Möglicherweise haben sich auch Termine geändert!

Spenden: Bitte denken Sie daran, dass auch alle Zentren, Institute und einzelnen Lehrer und Lehrerinnen durch die Corona-Krise massive Ausfälle erleiden müssen. Trotzdem wird häufig ein kostenloses Online-Angebot erstellt, um alle Menschen in diesen Zeiten zu unterstützen. Wenn es Ihnen möglich ist, dann spenden Sie bitte etwas!

  • Akincano Marc Weber
    Akincano, ein geschätzter Meditationslehrer des DBU-Studienprogramms, bietet ab sofort virtuelle Dienstagabende per Zoom an, Beginn 19 Uhr.
  • Arya Maitreya Mandala
    Fernkurs Buddhismus, Autor Volker Zotz: Die Lehre des Buddha systematisch kennen lernen bzw. vertiefen und daraus praktische Impulse für das eigene Leben gewinnen. Für Teilnehmer steht ein internes Forum zum Thema Corona-Krise zum Austausch zur Verfügung.(In Kooperation mit Komyoji).
  • Bodhi-Vihara (Kloster)
    Tägliche Abendandacht, verschiedene Kurse, in die Einstieg jederzeit möglich ist. Veranstaltungen finden aktuell auf discordapp.com statt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
  • Brigitte Schrottenbacher
    Brigitte Schrottenbacher lebt in einem Kloster in Thailand, ist aber aktuell in der Schweiz „gestrandet“. Ab dem 16.04.2020: tägliche Morgenmeditation um 7:30 (DE) und 8:00 (EN), tägliche Abendmeditation um 18:00 Uhr (DE) und 18:30 (EN) via Zoom. Mehr Informationen.
  • Buddha-Haus
    Das Buddha-Haus im Allgäu hat einen Online-Osterkurs „In was für einer Welt wollen wir leben?„ angeboten.
  • Buddha-Haus München
    Auf dieser Seite finden Sie tägliche Morgen- und Abendmeditationen als Livestream.
  • Buddhastiftung
    Die Buddhastiftung bietet keine Online-Seminare an, aber folgende Texte zur Unterstützung in der Corona-Krise:
    Buddhistische Wegweiser durch die Corona-Pandemie
    Meditation zur Kultivierung von Mitgefühl, von Martine Batchelor
    Hände-Meditation – Nicht nur eine Anti-Corona-Akivität
  • Buddha-Talk
    Alle Vortragsabende finden via Zoom live und online statt. Buddha-Talk hat auch einen YouTube-Kanal auf dem es neben Vorträgen auch Meditationsanleitungen gibt (s.o. YouTube).
  • Förderkreis Ryumonji Zen-Buddhismus e.V. – tägliche Zen-Meditation und Rezitationen des Kannon Sutra im Audio Stream
    Die Soto-Zen-Sangha des deutsch-französichen Klosters Ryumonji im Elsass bietet allen Praktizierenden buddhistischer Traditionen, ZEN-Online als Unterstützung an: im Audiostream zeitgleich Sitzen jeden Tag 6.30 und 18.15 Uhr; Rezitation des Kannon Sutra (Kap. 25 des Lotus-Sutra) zweimal täglich (12 Uhr und 21 Uhr) zum Wohl aller Betroffenen und der helfenden Berufe. Hinweise | Direktlink
  • Kamalashila
    Das Institut bietet seine Live-Angebote weitgehend kostenlos an, um allen Menschen in dieser Zeit Dharma zugänglich zu machen. Es gibt Angebote an mehreren Wochentagen, einige Kurse haben bereits begonnen, ermöglichen aber einen Neueinstieg. Vorherige Anmeldung ist notwendig. Zugang über Zoom (ein eigener Zugang/ ein eigenes Konto ist nicht erforderlich).
  • Karen Kold Wagner
    Meditations- und Yogalehrerin, autorisiert durch Ayya Khema und Bhante Sujiva. Als Ersatz für die Kurse gibt es ein online-Angebot für alle zum Mitmachen: montags (ab 20:00 Uhr), mittwochs und freitags (ab 18.30 Uhr).
  • Lotus Vihara, Berlin
    Meditation jeden Morgen und wochentags abends zu unterschiedlichen Themen. Ausserdem werden Seminare und eine HELP-Hotline angeboten (wer braucht Hilfe, wer bietet sie an)
  • Verband der Achtsamkeitslehrenden
    Der Verband bietet an verschiedenen Tagen offene Online-Meditationen via Zoom an – sowohl morgens als auch tagsüber und abends. Außerdem werden kurze Workshops angeboten.
  • Miao-Fa Zentrum für Meditation und Chan-Buddhismus
    Alle Kurse werden live mit Zoom übertragen.
  • Milarepa Retreat Zentrum
    Das Zentrum bietet gemeinsame Meditationen online via Zoom an, z.B. freitags und sonntags abends. Eine vorherige Anmeldung ist nötig. Es werden auch vollständige Kurse online abgehalten/ begleitet.
  • Nicole Stern (von Christopher Titmus autorisierte Dharma-Lehrerin)
    Live Online-Meditation und -Austausch (mittwochs), Meditationen mit Vipassana Dharma Reflexion (sonntags), sowie meditative und spirituelle Einzelbegleitung.
  • Paramita-Projekt Bonn, Yesche U. Regel
    Es gibt einen Kalender mit Online-Kursen. Anmeldung per E-Mail ist erforderlich.
  • Regenbogen-Sangha
    Virtueller Sangha – siehe Kloster Tilorien
  • San Bo Dojo Bonn
    Immer montags ab 18:45 bietet das Zen Dojo Bonn ab sofort ein zusätzliches, öffentliches Zen und Sensory Awareness Seminar via Zoom an. Allgemeine Info | Kursinfos
  • Shambhala Köln
    Montags und donnerstags abends und dienstags morgens wird live-Meditation (Shamatha) für alle angeboten, nach der Meditation ist Raum für ein Gespräch. Mittwochabend: Youth Night Meditation. Meditationsanleitung | Infos
  • Sylvia Kolk – Anteilnehmen
    Corona-Support für Praktizierende. Angeboten werden Zoom-Gruppentreffen und Einzelgespräche. Für die Einzelgespräche stehen mehrere langjährig Praktizierende zur Verfügung! Anmeldung per E-Mail, dann bekommt man einen Zoom-Zugang oder einen Termin für ein Video- oder Telefongespräch.
  • Stiftung West-Östliche Weisheit, Benediktushof
    Angeleitete Online-Meditationen Dienstagmorgen und Donnerstagabend
  • Suttanta, iSangha
    Online-Kurse, Webinare und virtuelle Meditationstreffen (iSangha derzeit sonntags um 10:00 Uhr)
  • Tibethaus, Frankfurt
    Viele Veranstaltungen finden statt als : Online-Kurse, Online-Vorträge, Online-Studium. Das Tibethaus hat über Ostern viele neue Kurse konzipiert. Zusätzliche Online-Angebote finden ab Montag, dem 20.4.2020 statt!
  • Tibetisches Zentrum, Hamburg
    Vieles wurde auf Online und Live-Stream umgestellt. Größtenteils auch für Anfänger geeignet, einige Gebetstexte gibt es zum Download. Meditationen montags, dienstags, mittwochs und freitags.
  • Zen Dojo FreiRaum
    Virtuelles Zazen via Zoom, täglich um 9:00, an den Wochenende 2x und Live-Vortrag mit unterschiedlichen Lehrern.

Leserbriefe

30.03.2020 Rosemarie Schmiedel berichtet, wie sich der Kreis des Dhamma Zendos in Nagel/Fichtelgebirge organisiert und unterstützt, obwohl keine persönlichen Treffen mehr stattfinden. Sie schickt gute Wünsche an alle.
Liebe Kirsten Schulte und alle betroffene Praktizierende,
wir sind eine kleine Gruppe im Fichtelgebirge, die vierzehntägig gemeinsam meditiert, buddhistische Texte aus Büchern der Ayya Khema, Pema Chödron, Volker Zotz und v.a. mehr hört und sich darüber austauscht. Da wir seit 2010 zusammen sind, kennen wir uns natürlich ganz gut und auch unsere Lebensumstände, z.B. der Partner schwer krebskrank, momentane schwere Erkältung mit Warten auf das Ergebnis des Corona-Testes usw.
Da wir uns entschieden haben, uns nicht mehr zu treffen, pflegen wir telefonisch und per Email unseren Kontakt, spenden Trost, bieten Hilfe an – und sei es nur durch Zuhören. Wir ermuntern uns auch, weiter allein zu meditieren, den Weg weiter zu gehen. Mitgefühl für Betroffene, liebende Güte den Menschen in der Umgebung entgegen bringen, Mitfreude für postive Ereignisse und Gleichmut vermitteln, wenn denn gar nichts mehr klappt – dem fühlen wir uns von Herzen verpflichtet. Das ist für uns das Mindeste, was man im Moment geben kann, natürlich nicht nur als Buddhistin und Buddhist, aber als solche/solcher ganz besonders, weil das ja ein großer Teil unseres Weges ist.
Bleibt alle schön gesund oder werdet es wieder
wünscht der Kreis des Dhamma Zendos in Nagel/Fichtelgebirge mit Rosemarie Schmiedel

27.03.2020 Benedikt Maria Trappen aus Hennweiler reflektiert darüber, dass der Virus vielleicht eine Zeit der „Demut, Bescheidenheit, und wer weiß, für Gottvertrauen und Gebet“ ist.
Ein winziger, unscheinbarer, mit dem bloßen Augen nicht sichtbarer, dem Leben nur naher Organismus ohne Zellen und eigenen Stoffwechsel bringt die Welt zum Stillstand, führt uns an Grenzen und Abgründe und kann uns vieles bewusst machen. Der Mensch, hoch differenziert, beseelt und vernunftbegabt, die Krone der Schöpfung, Erfinder erstaunlichster Technik und scheinbar Herrscher der Welt, stemmt sich mit Macht und Ethos gegen das Unaufhaltsame.
Ganz sicher ist dies keine Zeit für Fatalismus und Resignation, vielleicht aber für Demut, Bescheidenheit, und wer weiß, für Gottvertrauen und Gebet. Des Menschen Zeit liegt nicht in seinen Händen, neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften folgend nicht einmal sein sogenannter freier Wille. Neuronale Netzwerke, heißt es, feuern Bruchteile bevor der Mensch sich einer entsprechenden Kognition bewusst wird. Solche Erkenntnisse lassen uns philosophische, religiöse und spirituelle Einsichten in neuem Licht sehen.
Der Satz „Dein Wille geschehe“, wie es im vielleicht bekanntesten christlichen Gebet heißt, verleitet uns keineswegs zu Resignation und Passivität. Aber er weist darauf hin, dass wir nur Mitspieler sind im Weltspiel, nicht der große Regisseur, und keineswegs die einzigen und wichtigsten.
Gerade letzteres wird uns jetzt deutlich, wenn wir gebannt auf die „systemrelevanten Berufe“ schauen. Wir sind abhängig und verwundbar. Abhängig von der Natur, der Technik, von einander. Und wir alle müssen früher oder später dem Tod ins Auge sehen. Frühere Zeiten hätten eine solche Krise und ein solches Fast-Nichts wie das Corona-Virus, das uns unsere Begrenztheit und Endlichkeit bewusst macht, vielleicht einen „Gottesbeweis“ genannt.
Wie funktioniert Zoom für Videokonferenzen?
Viele Gruppen bieten ihre Kurse aktuell als Online-Angebot an. Dafür wird häufig Zoom genutzt. Hier finden Sie ein YouTube Tutorial.
Corona-Handreichung
Susanne Billig, Wissenschaftsjournalistin und Chefredakteurin von BUDDHISMUS aktuell, hat eine Handreichung zum C