Ausbildung buddhistische Seelsorge in Europa

25. April 2024 | _Alle | AG Seelsorge-Ausbildung | AG Seelsorge-Sangha | Aktuell

Ein Angebot der Europäischen Buddhistischen Union. Das Netzwerk Buddhistische Seelsorge bietet einen Trainingszyklus an, der aus vier Modulen besteht und insgesamt 24 Tage dauert.

Die buddhistische Seelsorge ist ein auf dem Dharma basierender, mitfühlender Dienst, der sowohl Buddhistinnen und Buddhisten als auch allen anderen zugutekommen kann. In Europa ist buddhistische Seelsorge ein noch relativ neues Arbeitsfeld, das aber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Im vergangenen Jahr fand in Rom die erste Konferenz zu buddhistischer Seelsorge statt. Organisiert worden war sie vom Netzwerk Buddhistische Seelsorge (Chaplaincy Network) der Europäischen Buddhistischen Union (EBU), dem Centro Zen L’Arco und dem Fachbereich Psychologie der Universität Sapienza. 

Ein Thema der Konferenz war die Praxis der buddhistischen Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Hospizen und Gefängnissen. Zudem ging es um einen speziell europäischen Ansatz buddhistischer Seelsorge und den Ausbildungsbedarf für buddhistische Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Das Team der Trainer:innen (von links nach rechts) : Kirsten DeLeo, der ehrwürdige Dario Doshin Girolami, Keith Munnings

Das Netzwerk Buddhistische Seelsorge der EBU hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ausbildung in Europa zu koordinieren und eine fundierte Ausbildung zu gewährleisten. Daher bietet das Netzwerk Buddhistische Seelsorge nun einen Trainingszyklus an, der aus vier Modulen besteht und insgesamt 24 Tage dauert, das sind insgesamt 144 Stunden. 

Teilnehmen können praktizierende Buddhistinnen und Buddhisten, die eine Empfehlung ihres Zentrums oder einer Lehrerin oder eines Lehrers haben. Der Lehrgang kombiniert Online- und Präsenzunterricht und bietet methodisch unter anderem Vorträge, Praxis-Retreats, Reflexion, Gruppenarbeit, Mentoring, Tutorien und Zeit für praktische Anwendung. Die Ausbildung wird in englischer Sprache durchgeführt.

Das Ziel der Ausbildung ist es, den angehenden Seelsorgerinnen und Seelsorgern ein umfassendes Verständnis des buddhistischen Ansatzes in der Seelsorge zu vermitteln. Die Teilnehmenden sollen nach ihrem Abschluss die wichtigsten Praktiken spiritueller Betreuung wie Präsenz, Mitgefühl und nicht wertendes Zuhören anwenden und kranke, sterbende oder trauernde Sangha-Mitglieder begleiten können (Sangha-Sorge). Darüber hinaus werden die Grundlagen für die Betreuung von Menschen in Gefängnissen oder Einrichtungen des Gesundheitswesens vermittelt und die Fähigkeit entwickelt, Rituale, Gebete oder geführte Meditationen in angemessener Weise anzubieten.
Für Fragen zum europäischen Training, zu Kosten und Terminen wenden Sie sich bitte an Dario Girolami. 

Gabriela Frey,
Europäische Buddhistische Union

Weitere Informationen:
https://europeanbuddhistunion.org/chaplaincy-network
https://europeanbuddhistunion.org/1st-european-buddhist-union-chaplaincy-conference (2023)

Kontakt Dario Girolami: