Rückblick auf die Mitgliederversammlung der DBU 2021

26. Juli 2021

Vom 29. bis 30. Mai 2021 fand die diesjährige Mitgliederversammlung der DBU, nochmals virtuell, statt; im kommenden Jahr können wir dann hoffentlich – im dritten Anlauf – im Bodhicharya in Berlin zusammenkommen. Die Versammlung begann mit dem konstituierenden Teil: Prüfung der Beschlussfähigkeit, Annahme des letztjährigen Protokolls, Geschäftsberichte, Jahresergebnis 2020 und Kassenprüfung sowie Entlastung des Vorstands. Danach erläuterte Schatzmeister Claus Herboth den Haushaltsplan 2021, welchen die Versammlung verabschiedete.

Logo der Deutschen Buddhistischen Union

Nach der Mittagspause ging es um den Aufnahmeantrag der Gemeinschaft Daishin Zen. Diese stellte sich mit einer Präsentation vor und stand anschließend für Fragen zur Verfügung. Über den Antrag wurde positiv abgestimmt und die Gemeinschaft wurde als neues Mitglied – wie üblich zunächst für drei Jahre auf Probe – in der DBU begrüßt. 

Anschließend ging es um die Zukunftsausrichtung unseres Verbands. In diesem Zusammenhang wurde über die Erkenntnisse aus der DBU-Survey-2021-Umfrage berichtet, die zum Ziel hatte, der DBU Informationen über die Interessen und Motivationen der Mitgliedsgemeinschaften und Einzelmitglieder zur Verfügung zu stellen. Es wurde entschieden, dass es eine weitere Befragung geben soll, die sich speziell an die Mitglieder der DBU-Mitgliedsgemeinschaften wendet. Im selben Zusammenhang wurde das Projekt „Transformation“, das Schwerpunktthema der DBU in 2021 und 2022, vorgestellt. Unter diesem Schwerpunkt fasst die DBU Aktivitäten zusammen, bei denen es darum geht, buddhistische Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. 

Das eigentliche Hauptthema dieser Mitgliederversammlung aber war der Vorschlag einer Beitragsreform, um das regelmäßig auftretende strukturelle Defizit zu beseitigen, das bereits seit vielen Jahren den Handlungsspielraum der DBU einschränkt. Drei Modelle zur Realisierung der benötigten Mehreinnahmen von 25 000 €  waren erarbeitet worden. Nach lebhafter Diskussion entschied sich die Versammlung mit großer Mehrheit für ein Modell, das auf einem Pro-Kopf-Beitrag beruht und  gleichzeitig kleinere Mitgliedsgemeinschaften entlastet. An dieser Stelle möchte sich der DBU-Vorstand noch einmal für die ernsthafte und verantwortungsvolle Haltung bedanken, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei dieser schwierigen Debatte und Entscheidung gezeigt haben.

Auch ein Antrag zu einer Stimmrechtsreform wurde diskutiert; die Regelungen zum Stimmrecht legen fest, wie viele Delegierte – und damit Stimmen – Gemeinschaften unterschiedlicher Größe haben. Während der Diskussion zeichnete sich ab, dass es zu diesem Antrag derzeit keinen Konsens geben würde, woraufhin das Thema vertagt wurde.

Weiterhin wurde über einige satzungsändernde Anträge entschieden, bei denen es vor allem um Präzisierungen ging, zum Beispiel bei den Aufnahmekriterien, klarere Bezeichnungen der Vorstandsmitglieder, Regularien für die DBU-Untergliederungen, Regelungen bei Ausschluss-Verfahren und bei der Beauftragung von Honorarkräften. 

Abschließend berichteten die AGs der DBU von ihrer Arbeit und die neue Verantwortliche, Karin Becker, über das Studienprogramm

Zusammenfassend kann man sagen, dass diese MV Spaß gemacht hat und sehr konstruktiv und entscheidungsfreudig war. Die Anträge waren gut vorbereitet und wurden hervorragend präsentiert. Insgesamt war ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl spürbar und der Wille, die DBU voranzubringen. Dank gebührt mal wieder Bettina Hilpert und Anna Brychcy für die tolle Organisation und Moderation, sowie Claus Herboth für den gekonnten Umgang mit Zahlen und Anträgen. Und natürlich allen anderen, die mitgemacht haben.

Nils Clausen, Vorstand der DBU

Weitere Informationen

Daishin Zen-Kloster: zen-kloster.de/daishinzen/
DBU Survey 2021: buddhismus-deutschland.de/dbu-survey-2021/